Nachhaltiges Wohnen im Modulhäusern

mobilheim

Downsizing oder auf Deutsch ,,Gesundschrumpfen“ ist ein Trend der in immer mehr Lebensbereichen Einzug erhält: In der Lebensmittelindustrie finden wir immer mehr „Zero“- und „Light“-Produkte und auch in der Automobilindustrie setzen sich immer mehr, kleinere nachhaltige Autos wie Mini oder Smart durch. Eine Tendenz, die sich zunehmend auch in der Immobilienbranche abzeichnet. Während ein großes Haus lange Zeit als Ausdruck das Erfolgs und erstrebenswert galt, findet ein Umdenken statt. Sie heißen Small Houses, Tiny Houses, Minihäuser, Modulhäuser oder Wohncontainer und erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Viele davon sind mobil und können bei Bedarf einfach „mitgenommen“ werden. Mittlerweile gibt es mit Modulheim.de sogar ein eigenes Portal für derartige Formen alternativen Wohnens. Doch was bewegt Menschen dazu, den ureigenem Traum von Otto Normalverbraucher von einem Einfamilienhaus mit Gartenzwerg den Rücken zu kehren und stattdessen in ein modulares oder mobiles Kleinhaus zu ziehen? Wir haben verschiedene Gründe beleuchtet.

Downsizing: Haus verkleinern, Lebensqualität vergrößern

Ein häufiger Trugschluss: Je mehr ich von etwas bekomme, das grundsätzlich als positiv wahrgenommen wird, desto glücklicher werde ich. Eine Studie der Universität Princeton ergab, dass ab einem Jahreseinkommen von 75.000 Dollar die Zufriedenheit eines Menschen mit dem Gehalt nicht weiter steigt. Auch ein Anstieg der Wohnfläche bedeutet nicht unbedingt mehr Zufriedenheit. Ab einem bestimmten Maß ist sogar das Gegenteil der Fall. Je mehr Wohnfläche ich besitze, desto mehr muss ich investieren, um sie zu unterhalten. Dabei ist sind nicht nur der Kaufpreis bzw. die Mietkosten pro Quadratmeter gemeint, sondern auch weitere Verpflichtungen: Mehr Wohnfläche bedeutet mehr laufende Kosten für Heizung und Strom, aber auch mehr Verlust von Freizeit, die für Putzen und Reparaturarbeiten investiert werden muss. Wer sich dazu entscheidet in ein modulares Kleinhaus oder Mobilheim zu ziehen, der hat häufig ein Ziel: Mehr Freiheit.

Nachhaltiges Wohnen

Ein weiterer Punkt, der für den Trend zum Wohnen im Kleinhaus, der auch als Small House Movement bezeichnet wird, spricht, ist der ökonomische Aspekt. Eine Gesellschaft, in der Emissionswerte bereits über kritische Schwellen hinausgehen und sich fossile Brennstoffe dem Ende neigen, kann sich einen verschwenderischen Lebensstil nicht erlauben. Wer sich für das Leben im Tiny House entscheidet, der entscheidet sich dazu, nicht mehr Ressourcen zu verbrauchen als nötig. Jeder zusätzliche Quadratmeter frisst unnötig Energie und schadet unserer Umwelt.

Flexibilität

Aufgrund ihrer modularen Bauweise können viele Kleinhäuser dem Bedarf individuell angepasst werden. Es handelt sich dabei um Häuser, die sozusagen mitwachsen. Bekommt man als junges Paar Nachwuchs, kann an das Basismodul ein weiters Modul für das Kinderzimmer angedockt werden. Zieht das Kind im Erwachsenenalter aus, lässt sich das Modulhaus wieder zurückschrumpfen. Bei herkömmlichen Einfamilienhäusern ist es oft so, dass diese meist nur in einer Lebensphase den optimalen Platzbedarf bieten, nämlich in dem Moment des Kaufs. In allen anderen Phasen stehen entweder zu wenig Platz (Geburt der Kinder) oder zu viel (Auszug der Kinder) zur Verfügung. Modulare Raumsysteme passen sich flexibel dem Bedarf ihrer Eigentümer an und lassen sich jederzeit anpassen. Hinzu kommt, dass viele Kleinhäuser mobil sind und bei einem Umzug „mitgenommen“ werden können. Eine Flexibilität, die sich auch in finanzieller Hinsicht auszahlt:

Finanzielle Unabhängigkeit

Bei Häusern mit festem Fundament wird der Wert der Immobilie vor allem durch die Lage bestimmt. Nehmen wir an ein Eigentümer kauft eine Immobilie und wenige Zeit später wird beschlossen, in unmittelbarer Nachbarschaft ein Flughafen zu bauen. In diesem Fall ist es nicht unüblich, dass sich der Wert des Hauses halbiert. Mobilheime hingegen sind unabhängig von dem Wert des Grundstücks, auf dem sie stehen.