Entenstall: 3 Tipps für eine artgerechte Haltung

Im Internet gibt es eine breite Auswahl an fertigen Hühnerställen. Modelle, entenstall entendie explizit als Entenstall deklariert sind, findet man hingegen eher selten. Stellt sich die Frage: Benötige ich als Entenhalter überhaupt einen Stall für meine Tiere? In diesem Artikel verraten wir, wann sich ein Entenstall lohnt und was Sie bei einem Kauf bzw. einem Eigenbau beachten sollten.

Während des Tages halten sich Enten vorzugsweise an der frischen Luft auf. Das ändert sich bei Nacht. Wenn Sie Ihren Enten etwas gutes tun möchten, werden diese einen Stall als Nachtunterkunft dankbar annehmen. Zwar sind Enten nicht so kälteempfindlich wie ihre entfernten Verwandten die Hühner, aber auch sie bevorzugen bei Nacht und kaltem Wetter ein Dach über dem Kopf. Ferner bietet sich ein Entenstall an, um die Tiere vor Fressfeinden zu schützen.

Einen Entenstall kaufen

Ställe, die explizit als Entenhaus bezeichnet sind, findet man in Onlineshops für Tierbedarf eher selten. Das liegt daran, dass die Nachfrage nach Hühnerställen deutlich größer ist und um eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen zeichnen viele Händler ihre Ställe deshalb als Hühnerstall aus. Jeder Hühnerstall lässt sich jedoch grundsätzlich auch als Entenstall verwenden und umgekehrt. Die korrekte Bezeichnung müsste deshalb Geflügelstall lauten, wie sie mittlerweile auch von immer mehr Händlern verwendet wird.

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Dabei ist es natürlich ebenfalls möglich auf einen Entenstall der Marke Eigenbau zurückzugreifen. Vorteil: Sie haben kein Produkt von der Stange, sondern können die Behausung für Ihre Watschler auf Ihre individuellen Bedürfnisse zuschneiden.

Eine artgerechte Einrichtung

Was die Ausstattung des Stalls angeht, gibt es einige Dinge, die Sie als Entenhalter berücksichtigen sollten.

Während sich die Vögel tagsüber gerne auf Gewässern aufhalten, bevorzugen Enten bei Nacht eine trockene Unterkunft. Enten selbst verlieren sehr viel Feuchtigkeit, weshalb es Sinn macht, den Stall mit flüssigkeitsaufnehmenden Einstreu auszulegen. Unser Tipp: Greifen Sie auf eine Mischung aus Torf und Rindenmulche als Grundlage zurück und überdenken Sie diese mit einer ordentlichen Schicht Stroh. Das Torf absorbiert die Feuchtigkeit, die sich unter dem Stroh ansammelt.

Bedenken Sie ferne, dass Enten zum Brüten eigene Nester bauen. Aus diesem Grund sollte den Tieren ausreichend Stroh zur Verfügung stehen. Des Weiteren sollte der Entenstall über Belüftungsmöglichkeiten verfügen. Was die Größe angeht, ist ein halber Quadratmeter Stallfläche pro Tier ausreichend.

Zu der absoluten Pflichtausstattung eines tiergerechten Entenstalls gehört ein Wasserspender. Enten bevorzugen kaltes Trinkwasser, weshalb es wichtig ist, dass der Behälter im Schatten steht. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass der Wasserspender z.B nicht direkt im Eingangsbereich aufgestellt wird, sondern eher an einer weniger frequentierten Ecke des Stalls. So verringern Sie die Gefahr einer Verschmutzung. Tipp: Hängen Sie den Wasserbehälter auf Kopfhöhe der Tiere auf. Sie vermeiden Sie es, dass Ausscheidungsprodukte in den Trinkbehälter gelangen.

Komfort

Sie gehört wohl zu den am wenigsten angenehmen Aufgaben als Entenhalter, aber ist dennoch unumgänglich – Die Reinigung. Bei einem Entenstall sollten Sie deshalb nicht nur auf Tier- sondern auch auf die Halterfreundlichkeit achten. Eine wichtige Frage dabei lautet, wie sich die Reinigung gestalten lässt. Gibt es beispielsweise ein abnehmbares Dach? Dieses ermöglicht Ihnen ein einfachen Zugriff auf das Innere des Stalls und erleichtert so die Reinigung ganz enorm.

Als ebenfalls sehr hilfreich erweist sich eine Kotschublade, mit der Sie den Unrat der Tiere ganz bequem sammeln und dann in einem Schub entsorgen können. Wer bereits beim Kauf bzw. Bau auf diese Faktoren achtet, erspart sich im Nachhinein viel Zeit und ärger.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte, die Sie bei einem Kauf bzw. Eigenbau eines Entenstalls beachten sollten:

  • mind. ein halber Quadratmeter Stallfläche pro Tier
  • Durch Einstreu wie Torf und Rindenmulch lässt sich Feuchtigkeit im Stall vermeiden
  • Stroh dient den Tieren als Nistmaterial
  • Ein Wasserspender ist Pflicht
  • Für ausreichend Belüftung sorgen
  • Kotschublade und ein abnehmbares Dach erleichtern Ihnen die Reinigung